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Gemeinsam mit den Kindern feierten OGS-Leiterin Sandra Wögens (vorne, mit dem Rücken zur Kamera) und Schülerin Johanna Brodersen (hinten, im roten Oberteil) das Ende der ersten beiden Ferienbetreuungswochen an der Rüm-Hart-Schule. Foto: Stefan Gaul
Zwei Wochen lang wurde an der Rüm-Hart-Schule gespielt, gebastelt und die Insel erkundet. Für die Betreuer war das Neuland. Wie die Premiere verlief und warum zahlreiche Föhrer Einrichtungen dabei halfen.
Normalerweise bedeutet Ferienzeit für Schulkinder vor allem eines: morgens nicht in die Schule müssen. An der Rüm-Hart-Schule in Wyk war das in diesem Herbst erstmals anders. Zwei Wochen lang wurde dort gespielt, gebastelt und gekocht. Auch Ausflüge über die Insel standen auf dem Programm. Die Offene Ganztagsschule (OGS) hatte erstmals eine Ferienbetreuung organisiert. Für die Kinder eine neue Möglichkeit, ihre schulfreie Zeit gemeinsam zu verbringen. Für das Team dagegen eine Herausforderung, auf die es sich erst einstellen musste.
„Wir hatten alle ein bisschen Angst davor, da wir nicht wussten, was auf uns zukommt“, erzählt Sandra Wögens, die für das Amt Föhr-Amrum die Offene Ganztagsschule an der Rüm-Hart-Schule leitet. Besonders die längeren Betreuungszeiten waren ungewohnt. Während die Kinder die OGS normalerweise am Nachmittag besuchen, musste in den Herbstferien erstmals ein ganzer Tag von 8 bis 16 Uhr gestaltet werden.
Hintergrund ist der seit dem 1. August 2026 schrittweise eingeführte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Er gilt zunächst für Erstklässler und umfasst auch die Schulferien. Künftig soll die OGS an der Rüm-Hart-Schule deshalb auch während der Ferien Betreuung anbieten. Vorgesehen sind dabei insgesamt vier Wochen ohne Ferienbetreuung pro Schuljahr.
Mehr als 20 Kinder waren für die beiden Ferienwochen angemeldet. Tatsächlich nahmen nach Angaben von Wögens täglich zwischen 15 und 19 Kinder teil. Drei Betreuungskräfte waren am Vormittag im Einsatz, zwei am Nachmittag. Eine weitere Mitarbeiterin stand zur Unterstützung bereit.
Damit keine Langeweile aufkam, hatte das OGS-Team ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Möglich wurde vieles durch die Unterstützung verschiedener Einrichtungen und Unternehmen auf Föhr.
Die Kinder besuchten das Friesenmuseum und das Nationalpark-Haus. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wyk zeigten Wehrführer Jörg Carstensen und Jan-Albert Pohl den jungen Gästen die Arbeit der Feuerwehr. Auch die Rettungswache des Rettungsdienstes im Kreis Nordfriesland öffnete ihre Türen. Dort erklärte Stefan Runge den Kindern den Alltag der Rettungskräfte.
Im Hafenkontor konnten die Kinder T-Shirts mit ihrem eigenen OGS-Logo gestalten. Uwe Bernstein und Edeka Knudsen unterstützten das Ferienprogramm mit Sachspenden. „Vielen, vielen Dank an alle Unterstützer“, sagt Wögens. Ohne dieses Engagement wäre das Angebot in dieser Form kaum möglich gewesen.
Doch nicht immer musste es eine besondere Unternehmung sein. Gesellschaftsspiele, Bastelaktionen und gemeinsames Kochen gehörten ebenso zum Ferienalltag. Gerade für solche Aktivitäten bleibe während des regulären Nachmittagsbetriebs häufig zu wenig Zeit, erzählt Wögens. In den Ferien konnten die Kinder dagegen ausgiebig ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen.
Zum Abschluss der beiden Wochen wurde es noch einmal bunt. Passend zum bevorstehenden Halloweenfest organisierte das Team eine Halloweenparty. Die Dekoration hatten die Kinder zuvor selbst gebastelt. Die Rückmeldungen der Kinder seien durchweg positiv gewesen. Für das OGS-Team war das ein erfreuliches Ergebnis nach einer Premiere, vor der zunächst viele Fragen gestanden hatten.
Nach den Herbstferien richtet sich der Blick bereits auf die nächsten schulfreien Wochen. Rund um Weihnachten und den Jahreswechsel soll die OGS erneut öffnen: jeweils drei Tage vor Weihnachten und drei Tage im neuen Jahr. Auch für die Osterferien sind Betreuungsangebote vorgesehen. In den Sommerferien bleiben die ersten beiden Wochen ohne OGS-Ferienbetreuung.
Damit die Kinder auch künftig besondere Erlebnisse haben können, sucht die OGS weitere Unterstützer. Willkommen sind Menschen, Einrichtungen und Unternehmen, die Ausflüge oder andere Aktivitäten ermöglichen möchten. Interessierte können sich bei Sandra Wögens unter s.*******@***fa.de oder über das Schulsekretariat der Rüm-Hart-Schule melden.
Die ersten beiden Ferienwochen haben gezeigt, dass Betreuung mehr sein kann als die reine Beaufsichtigung von Kindern. Sie schafft Zeit für gemeinsame Erlebnisse und für Dinge, die im normalen Schulalltag oft zu kurz kommen. Und sie zeigt, was auf Föhr möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam etwas für die Kinder auf die Beine stellen.
Geschrieben von: admin
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todayOktober 22, 2026 801 12
todayOktober 22, 2026 4843 141
Feierabend. Durchatmen. Musik genießen. Mit dem passenden Soundtrack und einem Hauch Nordsee begleiten wir euch entspannt durch den Abend. Träumt euch nach Föhr.
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Anja Lorenz am Oktober 22, 2026
Hut ab an alle Betreuer für diese Leistung und schön das auf Föhr so viele Menschen unterstützen.